Er schaute auf seine goldenen Armbanduhr. In der Spiegelung konnte man die Gasse, den Moloch sehen aus dem er gekomme war. Strßenlaternen beleuchteten durch den dicken Nebel die Straße mit einem difusen Licht und schien alle Geräusche zu ewürgen. Selbst aus dem Fenster von dem ein roter Schein quer zu der öffentlichen Beleuchtung den Nebel einfärbte hörte man keine Stimmen. Jetzt hatte er die goldenen Uhr und konnte diese Gegend hinter sich lassen - für immer.
Doch die Wegentscheidung viel im schwer. Der Sekundenzeiger auf seiner Uhr bewegte sich unaufhörlich, doch noch war sein Leben nicht zu Ende und womöglich würde es noch lange andauern, wer konnte das in der heutigen Zeit schon wissen. Er versuchte ruhig, wie er es immer getan hatte, die Möglichkeiten gegeneinander abzuwägen, doch diesmal war es nicht so leicht. Seine inneren Stimmen verhielten sich wie zwei Banden, welche sich in einer Schiesserei zu weit von einer andere Entfernt hatten. Jede Kugel, jedes Argument fand kein Ziel und verschwand im Dunkel und keiner war so törischt seine Deckung zu verlassen. Er starrte weiter die Uhr an. Das Metall fühlte sich ungewohnt auf der Haut an. Das Ticken der Uhr wurde immer lauter in seinem Kopf. Wie in Zeitlupe viel der Sekundenzeiger auf die 12, wo die anderen Zeiger schon warteten. Er erwartete eine Reaktion, irgendetwas dass von dieser Uhrzeit in Gang gesetzt wurde und auch ihn weiter trieb. Doch nicht geschah. Tick. Tick. Er sah der Zeit weiter zu wie sie sich in der Unendlichkeit des dicken Nebels verfloss.
Der Zeiger war gerade dabei von der 6. auf die 7. Sekunde nach 12 zu wechseln. Dann der Schlag der seinen ganzen Körper erzittern ließ. Noch nie hatte ein Schlag ihn so erschüttert. Seine Knie begannn augenblicklich weich zu werden und er machte einen Schritt zur Seite um sich wieder zu fangen. Sein Schuh landetet dabei in einer Fütze und das Bild des Kirchturms, welches er für einen Augenblick noch klar erhaschen konnte, zersplitterter in kleine Wasserfetzen, welche chaotisch das schwarz der Nacht oder das difuse Licht einer Laterne widergaben.
Seine Uhr ging vor. Das war die Entscheidung. Er hatte noch genug Zeit seinem Freund wie versprochen zu helfen. Für die Frau war seine innere Uhr noch nicht bereit.