Erik Schneider [eriks bei serik.de]Flagge GroßbritannienBlog about my master thesis

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Dieses Blog dreht sich um folgenden Themen:
Vjing, Bewegtbild / interaktive Medien und Installationen / meine Projekte und Gedanken.
(Früher drehte es sich um viels und um nichts und ganz früher um mein Auslandssemester in Finnland.)
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Ausflug in meine spätere WG

Fr, 2004-08-27 23:00

Ralf kennt hier Leute (von dem Sprachkurs) die genau in der WG wohnen in der wir bald wohnen werden. Also fahren wir da heute abend mal hin wo wohl ne kleine Party ist. Wir sitzen ein bisschen rum und mit einiger Fluktuation kommen so 30-40 Leute vorbei. Ich finde es ganz nett da. Natürlich alles etwas studentenwohnheimsmässig, aber trotzdem sehr bewohnbar. Ich unterhalte mich ein bisschen, unter anderem mit einer Schottin und zweifele schon an meinen Englischkenntnissen, bis mir auffällt, dass viele Probleme haben ihren schottischen Akzent zu verstehen.

Irgendwann bekomme ich dann Kopfschmerzen und als alle anderen in die Stadt gehen wollen, fahre ich lieber zurück zu Jans Zimmer, allerdings wird das noch eine weniger lustige Tour dahin, da ich mich kaum konzentrieren kann und erst zum zweiten mal mit dem Auto durch die Stadt fahre und es dunkel ist und ich noch keine Orientierung hier gewinnen konnte.

Ralf

Do, 2004-08-26 23:00

Nachdem ich mich zwei Tag lang erholt habe fahre ich heute in die Stadt (habe mich für den Bus und gegen das Auto entschieden) und treffe dort Ralf, einen Studenten auf Furtwangen, den ich bis jetzt noch nicht kenne, mit dem ich aber bald hier in meiner WG wohnen werde.

Er hat hier schon einen Schwedisch-Sprachkurs gemacht und wohnt zur Zeit in einer Jugendherberge. Dahin fahren wir dann auch und dort sitzen wir rum und reden ein bissche, unter anderem mit 2 weiten Studentinnen aus Deutschland die auch den Kurs gemacht haben.

Etwas uninformiert über das Bussystem hier schaffe ich es dann irgendwann zurück in Jans Zimmer zu fahren.

Helsinki

Mo, 2004-08-23 23:00

Nach ein bis zwei Stunden Schalf auf dem Boden einer Cafeteria der Fähre fahre ich nicht gerade putzmunter von der Fähre und somit zum erstenmal auf finnischen Boden. Meine erste Aktion ist mein erster Alkoholtest den ich und alle anderen Autofahrer hier machen dürfen.

Nach einer Höllenfahrt, ich bin todmüde und muss des öfteren anhalten um mir die Beine zu vertreten, erreiche ich Helsiniki und finde auch den Stadtteil in dem Jan wohnt ohne weitere Probleme. Doch was nun. Ich versuche Jan nochmal zu erreichen. Keine Chance. Ich schlafe im Auto ein und als ich aufwache beginne ich durch die Gegend zu laufen. Dabei denke ich mir "Hej, wenn ich schon laufe kann ich auch gucken ob er hier irgendwo wohnt!". Also beginnt meine Odyssee. Ich laufe Stunden lang durch die Gegend und lese Namensschildchen. Manchmal komme ich an meinem Auto vorbei und schlafe immer direkt ein wenn ich mich reinsetze. Mein ganzer Körper fühlt sich seltsam an. Ich habe das Gefühl dies alles geschieht in einer Art Trance. Nachdem ich schon fast aufgegeben habe und von einem kleinen bewaldeten Hügel runtergucke fällt mir ein Haus auf, an dem ich noch nicht war, denn erst von hier sehe ich die Eingangstüren, die sich auf der strassenabgewandten Seite befinden. Die letzte Hoffnung stellt sich als das Ziel meiner Reise herraus. Jan wohnt hier. Vollkommen erschöpft stelle ich mich nur kurz einem Mitbewohner in Jans WG vor, welcher nicht wusste, dass ich komme, und lege mich dann schlafen. Was ein Tag!

Fähre nach Finnland

So, 2004-08-22 23:00

Nachdem ich mich bei Bernd von der bisherigen Reise gut erholt habe, geht jetzt der Endspurt los. Ich habe vor die erste Woche bei Jan, einem Freund der in Helsinki studiert, zu übernachten. Ich habe seinen Wohnungsschlüssel, da er zur Zeit in Deutschland ist und eine Wegbeschreibung. Noch bei Bernd gucke ich mir die Beschreibung an, welche auf einer Karte von Helsinki steht und stelle dabei mit Schrecken fest, dass zwar der Weg zum Stadtteil aber nicht zum explizieten Haus beschrieben wird. Also versuche ich irgendwie Jan zu erreichen und rufe einige Leute an, doch keiner weiss wo er ist oder wie ich ihn erreichen kann. Also fahre ich auf gut Glück um 16 Uhr los zur Fähre nach Stockholm. Die Fahrt durch die Hauptstadt Schwedens zieht sich Ewigkeiten dahin, mir war die Größer der Aussenbezirke vorher nicht klar gewesen.

Ich komme endlich an der Fähre an. Ich werde von hier aus mit Viking Line nach Turku fahren. Ich sehe hier jedoch nirgends Infos, ob ich mit meinem Auto richtig stehe und frage ein paar Leute, welche in der gleichen Autoschlange stehen. Bei den meisten gibt es auch leichte Unsicherheiten, aber es scheint wohl richtig hier zu sein. Danach überkommt mich eine andere Ungewissheit. Ich habe schon in Deutschland die Fähre gebucht aber jetzt ja gar kein Ticket in der Hand. Hätte ich das irgendwie vorher schon holen sollen. Da noch Zeit ist lasse ich mein Auto in der Schlange stehen und gehe zu Fuss zum Terminal und hole mir dort meine Karte (ob das auch einfacher gegange wäre finde ich nicht mehr raus).

Ich vertreibe mir die Zeit indem ich mir die Unterhaltung von einem Motorradfahrer und einem Arzt anhöre. Sie erzählen ein bisschen über Land und Leute. Der Motorradfahrer hat wohl ein Sommerhaus (oder Winterhaus) in Jamaika und der Arzt erzählt von seinen Freunden und Arbeiten in ganz Europa. Sie unterhalten sich in übrigens in Deutsch, wobei nur der Motorradfahrer daher kommt. Dies ist der erste Vorgeschmack auf das internationale Feeling eines Auslandaufenthalts und ich bin schon voller Vorfreude.

Die Überfahrt beginnt und wir verlassen den Stockholmer Hafen bei Sonnenuntergang. Die Fahrt hatte ich mir anders vorgestellt. Ich hatte offenes Meer erwartet aber eigentlich fährt die Fähre die meiste Zeit durch ein Meer von Inseln. Irgendwie erinnert mich das an den Missisipi. Große Dampfer auf einem breiten Fluss.

Zum ersten Mal bin ich allein auf meiner Reise und ein sehr gutes Gefühl durchströmt mich während ich an Deck stehe und die Landschaft vorbeiziehen sehe. Ich freue mich auf das Unbekannte was kommen mag und auf eine neue Zeit mit vielen Erlebnissen. Die Probleme mit der Wohnung sind erstmal vergessen und ich fühle mich ungeahnt frei.

Uppsala

Do, 2004-08-19 23:00

Nachdem ich nicht von Ghuls aufgefressen worden bin geht es weiter und wir kommen früh in Uppsala an.

Bernd organisiert ein bisschen rum und dann gehen wir in seine Wohnung. Nachdem wir in einem riesigen Supermarkt ewig lang einkaufen waren (ist ja alles etwas neu und nicht deutsch ;-)) kochen wir erstmal was. Wir lernen noch 2 Mitbewohner von Bernd kennen. Er hat Glück er hat eine Schwedin und einen Schweden in seiner WG. Schließlich ist er in Schweden und wollte hier nicht soviel mit Deutschen rumhängen.

Doch wegen organisatorischen Fragen spricht er trotzdem mit einem aus seiner Uni, der ein Stockwerk über ihm wohnt. Nach einer Flasche mitgebrachtem Rotwein gehen wir dann auch abends mit ihm in die Stadt. Leider können wir nicht zu Studentenpartys weil man dafür in einer Union hier sein muss. Wir sammeln erst Eindrücke vom Nachtleben hier: Jugendliche mit vollbesetzen Oldtimer machen Burnouts und kleinere Jugendliche hängen auf den Strassen rum (da sie nirgends rein dürfen) und versuchen betrunken zu werden. Sehr interessant.

Hügelgräberhöhen

Mi, 2004-08-18 23:00

Wir schlafen lange. Es regnet immer noch. Wir warten ab aber um 12 müssen wir den Campingplatz verlassen. Unsere Tageskarte ist noch etwas gültig und wir fahren nochmal in die Stadt. Irgendwann merken wir, dass uns die Zeit davon gerannt ist und wir versuchen noch rechtzeitig mit der Strassenbahn zurück zu fahren und verlaufen und ein paar mal, als wir versuchen möglichst schnell, durch einen Park, zur nächsten Haltestelle zu kommen.

Nun fahren wir Richtung Uppsala. 80km vor Stockholm versuchen wir einen schönen Platz am See zu finden doch haben wenig Erfolg. Wieder mal kurz vorm aufgeben finden wir dann eine sehr schöne Stelle zwischen Überresten von Hügelgräbern. Wieder mal habe ich Angst um mein Auto, da es an der Strasse und ausserhalb unserer Sichtweite steht.

Göteborg

Di, 2004-08-17 23:00

Wir kaufen ein bisschen Kram ein um zu frühstücken. Im Zelt stellt sich dann heraus, dass wir anstatt Frischmilch Sauermilch haben. Milchprodukte hier zu kaufen ist echt kompliziert, es gibt soviel Sorten jedes mal hat man das Wörterbuch nicht dabei.

Da wir ja schon den Luxus eines Campingplatzes bezahlen setzen wir einen drauf und kaufen noch ne Tageskarte für die Strassenbahn. Damit können wir sogar noch schneller als sonst Sehenswürdigkeiten begutachten. Wir sind unter anderem auf einem Berg von dem man Göterborg überblicken kann. Beim hinabsteigen behauptet Bernd noch, dass ich so eine gute Orientierung habe und schwupps haben wir uns verlaufen.

3 Fast Food Ketten teilen sich die Sitzmöglichkeiten. Welch ungeahnte Flexibilität dieser Riesen.

Wir gehen zum erstenmal ins Kino: "Ladykilles". Tolle Sache, denn wir können sogar ein bisschen schwedisch in den Untertiteln mitlesen. Allgemein versuchen wir soviel von der Sprache aufzunehmen wir möglich. Was sinnvolles sagen können wir trotzdem nicht.

Am Abend können wir nach heftigem Pegel dann sogar den Wasserpegel im Zelt messen. Aber mit Tüten und Matten die wir unterlegen schläft es sich dann doch ganz gut.

zu früh nach Göteborg

Mo, 2004-08-16 23:00

Gut erholt fahren wir früh (damit wir nicht wieder komischen Hundeleuten begegnen) nach Malmö und Bernd holt erstmal schwedische Kronen.

Wie immer rasen wir durch die Stadt um alle Sehenswürdigkeiten mal zu sehen. Hier in Malmö sind das die Burg, ein Tower der am Hafen gebaut wird und ein paar nette Plätze in der Innenstadt, in der wohl gerade ein Stadtfest ist. Es gibt tausende Stände mit Gerichten aus allen Ländern. Ausserdem kaufe ich mir noch Nils Karlsson-Pyssling von Astrid Lindgren um ein bisschen schwedisch zu lesen.

Mittags gehts weiter nach Lund, welches nicht weit entfernt von Malmö ist. Hier gibt es nicht allzuviel zu sehen. Ein paar schöne alte Gebäude, doch davon haben wir mittlerweile schon viele gesehen. Nach ein paar Stunden sind wir durch. Die einzigen Fotos dort mache ich von einem Paar. Der Mann hält ein Schild hoch und dreht es alle paar Sekunden. Ich würde gerne wissen was der Text bedeutet und mache deshalb die Fotos, um den Text irgendwann mal zu übersetzen.

Wir fahren am gleichen Tag noch weiter nach Göteborg. Damit verabschieden wir uns von unserer Zeitplanung. Doch nachdem wir durch alle Städte durchgehetzt sind wollen wir uns dort mal mehr Zeit nehmen. Wir stellen uns dort auf einen Campingplatz, welcher zwar teuer ist aber dafür können wir duschen und sind schnell in der Stadt, denn wenige Meter entfernt ist eine Strassenbahnhaltestelle. Am Abend lernen wir noch etwas schwedisch und ich versuche ein schwedisches Kinderbuch zu lesen, was sich als gar nicht so einfach erweist.

schwedisch in Schweden

So, 2004-08-15 23:00

Wir wachen sehr früh auf und Mücken fliegen um uns rum. Diese, der Juckreiz, die Feuchtigkeit und der etwas einsehbare Platz auf dem Rasen lässt uns früh aufstehen und fahren direkt Richtung Coppenhagen.

Nach der erstem Parkversuch, bei dem ich aus einer Parkhauseinfahrt rückwärts rausfahren muss, da dieses noch geschlossen hat, frühstücken wir erstmal im Auto in einer Seitenstrasse. Nachdem wir keine ander Parkmöglichkeit finden versuchen wir erneut ein Parkhaus. Diesmal kommen wir rein, parken und gehen raus. Dabei fällt uns auf das keine Automaten mehr da sind. Etwas verwirrt untersuchen wir diese Tatsachen genauer und stellen fest: Das Parkhaus akzeptiert nur Kreditkarte und keiner von uns hat eine. Also gehen wir zurück zum Auto und versuchen rauszufahren, in der Hoffnung es kostet noch nichts. Leider funktioniert das nicht und wir stehen etwas doof und unbeholfen vor der Schranke. Im Parkhaus scheint es kein Personal zu geben um vll bar bezahlen zu können, deshalb rufen wir den Notruf an der Schranke an und nach einer seltsamen Unterredung mit einem kaum zu verstehendem Telfonmensch lässt uns dieser raus. Danach parken wir auf einem normalen Parkplatz. Die Parkhäuser hier mögen wir nicht mehr.

Alle bekannten Sehenswürdigkeiten gehen wir zu Fuss in einer Rekordzeit ab. Danach stellen wir fest, dass unsere Kronen nicht reichen und holen uns neue am Automaten um die zweite Brück und Essen bezahlen zu können.

Wir fahren noch am Abend über die Brücke nach Schweden. Auf der Suche nach einem Zeltplatz stellen wir enttäuscht fest wie dicht besiedelt Südschweden ist. Wir inden nur Felder und Dörfer und suchen lange nach etwas Abgeschiedenheit. Wir haben die fast Aufgeben als wir einen kleinen Naturpark finden. Nachdem wir gefühlsmässig tausende Ewigkeiten darauf gewartet hatten, dass eine Hundedressourgruppe endlich nach Hause fährt (2 Leute mit jeweils einem Auto (und einem Hund) blieben ziemlich lange und vermuteten einer heimlichen Beziehung auf der Spur zu sein) stellen wir unser Zelt auf und freuen uns über unsere bequeme Schlafstätte.

Deutschland ade!

Sa, 2004-08-14 23:00

Mittags gehts los. Jetzt wird deutscher Boden verlassen. Ein weiterer Schritt. Wir fahren in Dänemark über die Brück, welche wirklich riesig ist, zu der Insel auf der Coppenhagen ist und bekommen, nachdem wir mit Euro die Mout bezahlt haben, dänische Kronen, mit denen wir hoffen auszukommen.

Unser Plan ist irgendwo vor Coppenhagen einen Plaz für unser Zelt zu finden, am besten am Strand. Deshalb fahren wir an die Ostküste und kommen in ein Städchen namens Koge in dem wir ein bisschen rumlaufen.

Wir finden einen schönen Platz an dem wir essen und dann durch die Gegend ziehen und auch einen Platz zum Zelten finden.

Doch erst gehen wir nochmal zurück und wollen erst auf die Dunkelheit warten. Mit schwedisch lernen vertreiben wir uns die Zeit. Doch aus irgendwelchen Gründen verpassen wir die richtig Gelgenheit das Zelt aufzubauen und nach einer Flucht vor den Mücken fangen wir an im Auto zu schlafen. Doch bald wird klar, dass dies nicht sehr gut funktioniert. Schliesslich haben wir ja viel zu viel Gepäck um die Sitze in eine bequeme Lage zu verstellen. Also reiben wir uns gut mit Autan ein und legen uns auf die Wiese.